Vatertagstour 28.05 – 01.06.2014 auf die Insel Møn

Nachdem wir nun schon oft auf Als waren, wollten wir eine diesmal eine andere Insel heimsuchen. Laut Angelführer sieht die Insel Mön sehr vielversprechend aus, verspricht sie doch einmalige Steilküsten und grosse Meerforellen.

Also schmissen wir unsere Sachen ins Auto und machten uns auf den Weg zur Fähre.

Fähre

Wir überbrückten die Fahrzeit und das Geschaukel bei 5-7 Bft aus Ost mit einer Currywurst. Es hat echt ganz schön geschaukelt .. Auf der Autobahn nach Møn erlebten wir eine Vollsperrung. Die Polizei führte den Verkehr über einen Parkplatz und zog verdächtige Fahrzeuge aus demselbigen. Wir erfreuten uns an einem VW-Bus,der kontrolliert wurde und der von unten bis oben mit Bierdosenpaletten beladen war.

Nach der Ankunft richteten wir uns ein und fuhren natürlich sofort die ersten Hotspots an. Einen Webergrill hatten wir bisher noch bei keiner Hütte vorgefunden.

Haus

Unsere Enttäuschung war gross, denn der starke Ostwind sorgte für eine gleichmäßige milchige Eintrübung der Ostküste, der Nordküste und der Südküste. Die imposanten Kalkfelsen an der Ostküste sind der Grund dafür. Im Wasser konnte man seine Schuhe nicht sehen. Ach – und um bis zu dem Kalkfelsen auf dem Bild zu kommen ist man wirklich sehr, sehr lange zu Fuss unterwegs. Gut, dass wir Kekse und was zu trinken dabei hatten.

Kalkfelsen

Der Wind drehte an den Folgetagen zwar auf West (5-6), aber die milchige Eintrübung blieb auch am Folgetag. Um eine „Westküste“ zu haben, muss man zurück auf die Insel Farö. Das waren gut 40 Minuten Autofahrt von unserer Hütte. An der Autobahnbrücke ist es zwar nicht idyllisch, aber die Wasserbedingungen sehen vielversprechend aus. Das Wasser war leicht eingetrübt, grosse Blasentangfelder (nichts für die Spinnerfraktion) und eine starke Strömung verheissen viele grosse Fische. Es blieb bei einem Hornhecht ..

Brücke bei Farö

Wir haben uns wirklich alle Mühe gegeben und trotz des starken Windes mit Hilfe des Angelführers jeden Tag 4-5 Hotspots angefahren. Mittags haben wir eine Pause gemacht und dann bis in die Dunkelheit reingefischt. Wir haben tolle Riffe gefunden, verwunschene Strände und unglaublich charmante Waldparkplätze mit direktem Weg zum Wasser. Teilweise sind wir Kilometer am Strand gelaufen. Nur eine Meerforelle haben wir nicht gefunden ..

Riff

Nächstes Jahr fahren wir woanders hin. Insbesondere die romantische Ostküste mit den Kalkfelsen macht bei auflandigem Wind das Fischen durch die Wassereintrübung unmöglich. Wir mussten auch die Erfahrung machen, dass auch bei Westwind und viel Sonne ein starker Seewind einsetzt, der wieder zu einer Eintrübung führt. Und es ist sehr, sehr einsam dort ..

Maifliegen und Trittbrettfahrer in der Trave

Gestern Abend war ich mit einer leichten Zweihand an der Trave. Die Maifliegen sind nun unterwegs – ich hätte es doch mit der Einhand und Trockenfliege versuchen sollen, obwohl nicht sehr viele Fische gestiegen sind.

Trotzdem konnte ich einen kleinen Fisch überlisten – ich glaube, er war maximal so gross wie ein Finger. Beim Ranstrippen kurz vor dem Ufer sah ich Polbrille sei Dank plötzlich einen Riesenfisch, der meinen kleinen Fisch am Haken verfolgte. Ich war so überrascht, denn der Umriss dieses Trittbrettfahrers schälte sich so langsam aus der trüben Suppe, dass ich kurz innehielt. Der grosse Umriss drehte ab und ich dachte, eigentlich hätte ich dich gewollt! Ich verlor etwas Schnurspannung und die Fliege löste sich von meinem kleinen Fang. Nun war es an ihm überrascht zu sein – und anstatt sofort wegzuschwimmen verweilte er einen ganz kleinen Augenblick auf der Stelle bis – genau biss – ein Schatten kam aus der Tiefe der trüben Trave, es sprudelte kurz und mein kleiner Freund und der Schatten waren weg. Ich habe noch eine Blume hinterhergeworfen und Rache geschworen!

Heute soll das Wetter gut werden und ich weiss jetzt schon, wo ich heute Abend stehen werde.

Fehmarn am 2. Mai 2014

Ursprünglich wollten wir nochmal nach Als, aber ob der Fahrstrecke haben wir uns dann doch für Fehmarn entschieden. Der Wind kam mit 4 Bft aus Ost, deshalb fiel die Ostküste für uns flach.

Wir begannen sehr sportlich in Altenteil – wir waren die einzigen Angler weit und breit. Der kalte Wind machte nicht grad Spass und den Rechtshändern drückte er richtig gemein auf die Wurfhand. Der eigentliche Höhepunkt war dann auch der Besuch in der Pizzeria auf dem Campingplatz. Dank des Biergartens konnten wir in Watklamotten essen. Das Essen war überraschend gut!

Dann zog es uns nach Westermarkelsdorf. Dort war die Angelei auch sportlich, denn man mußte erstmal einige hundert Meter gehen, um an den Spin-Fischern vorbeizukommen. Überall wurden Hornhechte gefangen, die Bisse waren aber ziemlich weit draussen. Immerhin konnten wir einen Hornhecht mit der Fliege überlisten.

Nun war Bojendorf unser nächstes Ziel. Wir hofften auf tiefes Wasser in Wurfweite, um vielleicht doch noch eine Memo zu ergattern. Auch hier waren ein paar Spin-Fischer am Fangen, aber längst nicht soviel wie in Westermarkelsdorf. Windtechnisch konnte man hier nun optimal werfen, aber leider konnten wir nur einen weiteren Hornhecht ergattern.

Ausser Spesen nichts gewesen …

Fliegenfischen 3.0 in Mecklenburg-Vorpommern

Dieses Wochenende sollten es mal nicht die üblichen verdächtigen Strände sein. Also kein Dazendorf, Fehmarn oder Weissenhaus. Nein, dieses Mal haben wir uns in MV getroffen. Dummerweise braucht man einen Extraschein für die Küste, aber der ist problemlos im Internet zu erwerben.

Nach einem abenteuerlichen, sicherlich 20 Meter tiefen Abstieg fanden wir ideale Bedinungen vor. Leopardengrund, Riff, grosse Steine und ausreichend Rückraum nach hinten.

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Und Fisch war auch da. Am coolsten aber war (neben einem  unfreiwilligen Bad):

in der Pause kletterten wir die Steilküste wieder hoch. Denn oben gab es Kaffee und Kuchen. Zielgruppe des Kaffees waren sicherlich die Golfer des nahen Golfplatzes, aber auch wir Fliegenfischer waren gern gesehene Gäste. So kann man es gut aushalten.

Bild